ELIL Polen

2000+

unterstützte Fälle

25+

Pro-bono-Anwalt

5

Standorte

Das Projekt

Seit Februar 2022 sind Millionen von Geflüchteten vor der russischen Invasion in der Ukraine über die Grenzen zu den europäischen Nachbarn geflohen. Die überwiegende Mehrheit von ihnen nach Polen, wo derzeit 1.4 Millionen Menschen vorübergehenden Schutzstatus haben. Noch immer fliehen täglich hunderte Menschen vor dem Krieg, weswegen es immer noch einen grossen Bedarf nach grundlegenden, rechtlichen Informationen sowie spezialisierte Unterstützung für Menschen deren juristische Umstände komplexer sind.

Im August 2022 hat ELIL in Warschau ein neues Projekt eröffnet. Das Ziel dieses Projekts ist es, verlässliche rechtliche Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine zu bieten, sowie Unterstützung, vorübergenden Schutz zu erlangen, beim klären von rechtlichen Fragen und dem navigieren des polnischen Rechtsapparats.

Anwaltinnen und Anwälte arbeiten pro bono in drei Diskreten Büros (das UNHCR Blue Dot im Zentrum von Warschau, sowie den Ptak und Modlinska Aufnahmezentren. Sie empfangen Geflüchtete, welche rechtliche Unterstützung suchen und bieten juristische Grundinformationen, assistieren und beraten in einer Reihe von Fragen zu den Themen vorübergender Schutz und polnisches Recht (z.B. Asylrecht, Vormundschaft, Anerkennung von Dokumenten, etc). Komplexere Fälle werden an spezialisierte Anwält*innen verwiesen.

Das Team setzt sich aus einem juristischen Koordinator, einer Projektkoordinatorin, einem Übersetzer für Ukrainisch und Russisch, sowie freiwilligen Anwältinne und Anwälten zusammen. Letztere rotieren alle zwei Wochen und werden von fünf Kanzleien (Dentons, Allen & Overy, White & Case, Norton Rose Fulbright und Hogan Lovells) zur Verfügung gestellt.

Filip Czernicki - der juristische Koordinator von ELIL Polen - auf dem Dentons NGO-Tag 2022 in Warschau.